Begriffe und Definitionen
zur Spezifikation von FuG Netzgeräten

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Absolutgenauigkeit

Die Angaben beziehen sich auf die absoluten Abweichungen der Digitalanzeigen bzw. der Monitorsignale der analogen Programmierung. Sie sind unabhängig von den Stabilitätsangaben bei den einzelnen Gerätefamilien.

Für alle Geräte mit Standarddaten gelten folgende Absolutgenauigkeiten:

für alle Nennspannungen:

< ± 0,2% vom Nennwert

für alle Nennströme:

für alle Nennspannungen:

im Bereich > 5 mA bis < 200 A:

< ± 0,5% vom Nennwert

zusätzliche Fehler der Digitalanzeige:

< ± 0,2% vom Nennwert

< ± 0,2% vom Nennwert

außerhalb dieses Bereiches:

< ± 2 Digits

Aktive Abwärtsregelung

Aktive Abwärtsregelung – Auf Wunsch erhältlich speziell für die Typenreihe NLN: Leistungstransistoren parallel zum Ausgang als Stromsenke.

Analogprogrammierung

Die Standard-Analogprogrammierung erlaubt die Einstellung und die Auslesung von Spannung und Strom, normiert auf 0 – 10 V – siehe auch Beschreibung der Analogprogrammierung.

Analogprogrammierung potentialfrei

Funktion wie Analogprogrammierung, aber gegenüber dem Ausgang potentialgetrennt bis max. 2 kV DC, – siehe auch Beschreibung der Analogprogrammierung

Ausgangsisolation

Bei Geräten, bei denen der 0V – Anschluß (oder generell ein Ausgangsanschluß) nicht fest mit Erde verbunden ist bzw. aufgetrennt werden darf, wird angegeben, bis zu welchem Potential diese Ausgangsanschlüsse gegenüber Erde hochgelegt werden dürfen. Bei Geräten mit potentialfreiem Ausgang (Alle Nieder- und Mittelspannungsnetzgeräte bis 2kV – ausgenommen Kassetten) gelten die Angaben immer für beide Anschlüsse.

Autoranging-Netzgerät

Netzgerät mit automatischer stufenloser Anpassung des Arbeitsbereiches. Innerhalb einer festen Leistungsbegrenzung wird der Arbeitsbereich sowohl in Richtung höherer Spannung als auch in Richtung höheren Stromes erweitert.

Bipolares Netzgerät

Bipolare Netzgeräte können kontinuierlich von Plus über „0“ nach Minus geregelt werden. Alle bipolaren Netzgeräte von FuG Elektronik sind für den eingeschränkten 4-Quadrantenbetrieb ausgelegt. Sie können die gesamte abgegebene Leistung zeitversetzt wieder aufnehmen. Auf Wunsch können die Geräte auch für den uneingeschränkten 4-Quadrantenbetrieb ausgelegt werden.

CE-Zeichen

Alle FuG-Netzgeräte tragen das CE-Zeichen, eine Garantie dafür, dass die einschlägigen Vorschriften in Bezug auf EMV und Sicherheit eingehalten werden.

Choppergeregelt

siehe Getaktetes Netzgerät

DIN EN ISO 9001

FuG arbeitet seit 1994 nach diesem Qualitätssicherungssystem. Alle ausgelieferten Geräte werden in unserem Prüffeld mit kalibrierten Meßmitteln auf die Einhaltung der zugesicherten Eigenschaften überprüft und dokumentiert.

Doppelt stabilisiertes Netzgerät

Diese Geräte sind mit einem Transistor-Längsregler und einer Thyristor- Vorstabilisierung ausgestattet. Auf diese Weise wird der hohe Wirkungsgrad des Thyristorreglers mit den guten Regeleigenschaften des Längsreglers kombiniert.

Dumpswitch

Schnellentladeschalter zur gezielten Entladung interner und externer Kapazitäten. (siehe auch Interlock)

Einlaufzeit

Alle Stabilitätsangaben gelten erst nach einer Einlaufzeit von mind. 30 min.

Einstellauflösung

Kleinstmögliche Auflösung der Potentiometer für die Einstellung von Spannung oder Strom, immer bezogen auf den Nennwert.

Einstellzeit

Die Zeit, bis eine Sollwertvorgabe am Ausgang des Netzgerätes innerhalb der angegebenen Toleranzen umgesetzt ist.

Elektronische Last

Gerät, welches sich wie ein einstellbarer Lastwiderstand verhält. Es wird meist zum Testen von Netzgeräten eingesetzt. Je nach Bauform können der Widerstandswert, die aufgenommene Leistung oder der aufgenommene Strom eingestellt und konstant gehalten werden. FuG bietet kundenspezifische elektronische Lasten auf Anfrage an.

Entladezeitkonstante

Die Angabe erfolgt immer für den unbelasteten Ausgang. Sie ist die Zeit, in welcher die Ausgangsspannung auf ca. 37% des eingestellten Wertes abfällt, nachdem der Ausgang abgeschaltet wurde.

EMV

Elektro-Magnetische Verträglichkeit, Normen – siehe CE-Zeichen.
EN61000-6-1 und EN61000-6-3 (für einphasigen Netzanschluß)
EN61000-6-2 und EN61000-6-4 (für zwei- und dreiphasigen Netzanschluß)
Sicherheit: EN61010-1 (ê VDE 0411)

EURO-Format

19″-Kassettensystem: Teileinschübe 3 HE

Fühleranschluß

Bei Niederspannungs-Netzgeräten können hier Fühlerleitungen zur Ausregelung von Spannungsabfällen auf den Lastleitungen angeschlossen werden. Die Angabe der maximalen Ausgangsspannung bezieht sich immer auf die Ausgangsklemmen und berücksichtigt keinen Spannungsabfall auf den Lastleitungen. Der ausregelbare Spannungsabfall beträgt 5% der Nennspannung, aber min. 1V und ist bei der Auswahl der Nennspannung zu berücksichtigen.

HE

Höheneinheit im 19″-System. 1 HE=44,5 mm.

Getaktetes Netzgerät

Bei diesen Netzgeräten erfolgt die Energieübertragung durch hochfrequente Wechselspannung.

IMS-Format

älteres 19″-Kassettensystem: Teileinschübe 4 HE

Interlock

Überwachungsschleife zur Sicherheitsabschaltung bei Unterbrechung der Schleife. Netztrennung, jedoch keine Zwangsentladung von Ausgang und Last. (siehe dazu auch Dumpswitch)

Kalibrierschein

Alle FuG-Netzgeräte können im Werk kalibriert werden. Der Kalibrierschein, welcher auf Anfrage bereitgestellt wird, bestätigt die Einhaltung aller Ausgangsdaten gemäß den Katalogangaben:

  • Anzeige der Digitalinstrumente
  • Monitor-Spannungen *)
  • Ausgabe Computerinterface *)
  • Referenzspannung*)
  • Linearer Zusammenhang Steuerspannung / Ausgangswert *)

*) Optionen

Ladeendspannung

Bei Kondensatorladegeräten vorwählbare Spannung bis zu der geladen werden soll.

Ladeleistung

Leistungsangabe bei Kondensatorladegeräten. Die Angabe erfolgt in J/s und gilt für die Ladung von „0“ bis zur Nennspannung. Bei Ladung eines teilweise entladenen Kondensators kann die Ladeleistung bis zum Doppelten höher sein.

Ladestrom

FuG Kondensatorladegeräte arbeiten mit konstantem Strom. Dieser ist auf jeden Wert bis zum Nennstrom einstellbar. Auf Wunsch sind Kondensatorladegeräte mit erhöhtem Strom im unteren Spannungsbereich lieferbar

Längsregler

siehe Linearregler

Leistungsbegrenzung

Die Ausgangsleistung von Autoranging-Netzgeräten ist auf einen festen Wert begrenzt. Netzgeräte anderer Typenreihen können immer mit gleichzeitig voller Nennspannung und vollem Nennstrom betrieben werden

Leistungsregelung

Einstellbare Leistungsregelung mit Anzeige, siehe Optionen

Lichtstromregelung

Lampenvorschaltgeräte können optional mit einem Anschluß für Fotoelemente ausgestattet werden, um den Lichtstrom der Lampe konstant zu halten.

Linearregler

Regelung des Energieflusses durch einen oder mehrere bipolare oder Feldeffekttransistoren, die in Reihe zur Last geschalten sind und auf dem linearen Teil ihrer Kennlinie betrieben werden.

Nennleistung

Maximal vom Netzgerät lieferbare Leistung. In der Regel sind auch kurzfristig keine höheren Leistungen zu entnehmen. Für FuG-Netzgeräte ist die erste Zahl in der Typenbezeichnung die Leistungsklasse der Hauptbaugruppe. Diese entspricht von der Größenordnung her der Nennleistung.

Nennstrom

Maximal lieferbarer Strom

Nennspannung

Maximal einstellbare Spannung. Für FuG-Netzgeräte ist die zweite Zahl in der Typenbezeichnung gewöhnlich die Nennspannung.

Netzanschluß

Angegeben werden die Netzspannung, zulässige Toleranz ±10%, der Netzfrequenzbereich, sowie die Anschlußart, z.B. einphasig, zweiphasig oder dreiphasig. Die Anschlüsse N und PE sind immer erforderlich.

Normen und Vorschriften

Beim Bau der Netzgeräte werden die jeweils gültigen Vorschriften für EMV und Sicherheit beachtet. Je nach Gerätetyp sind unterschiedliche Normen gültig, siehe bei CE-Zeichen.

PROBUS

FuG – Bezeichnung für ein System von Rechnerschnittstellen.

PWM-Regler

Regler mit Pulsweitenmodulation. Diese Regler kommen in getakteten Netzgeräten oder Antrieben zum Einsatz.

Quench

Der Übergang einer supraleitenden Spule/ eines Magnets vom supraleitenden zum normalleitenden Zustand. Wenn keine zusätzlichen Maßnahmen getroffen werden, wird die im Magnetfeld gespeicherte Energie bei diesem Vorgang innerhalb kurzer Zeit in Wärmeenergie umgesetzt.

Quenchdetektor

Schaltung zur Erkennung eines Quenches

Rackadapter

Zubehör für Tischgehäuse zur Montage in ein 19″ Rack.(siehe auch Zubehör)

Regelabweichung (Stabilitätsangaben)

Unter diesem Begriff werden verschiedene Angaben gemacht, die sich alle auf den Nennwert des Gerätes beziehen und für sonst konstante Bedingungen gelten. Unter konstanten Bedingungen ist zu verstehen, daß die jeweils anderen Werte wie Last, Umgebungstemperatur und Netzspannung konstant sind.
a) Abweichung der Ausgangsspannung (oder des Ausgangsstroms, wenn so spezifiziert) bei einer Schwankung der Netzspannung um ±10%.
b) Abweichung der Ausgangsspannung (oder des Ausgangsstroms, wenn so spezifiziert) über einen Zeitraum von 8 Stunden, nach einer angemessenen Einlaufzeit.
c) Abweichung der Ausgangsspannung bei Laständerung Leerlauf/ Vollast.

Regelzeit

Dieser Wert wird getrennt für Spannung und Strom angegeben.Bei Spannungsregelung ist dies die Zeit, welche das Netzgerät maximal benötigt, um eine ursprünglich eingestellte Spannung wieder zu erreichen, wenn sich die Last von 10% auf 100% bzw. von 100% auf 10% ändert. Bei Stromregelung ist dies die Zeit, welche das Netzgerät maximal benötigt, um einen ursprünglich eingestellten Strom wieder zu erreichen, wenn sich die Ausgangsspannung durch einen Lastsprung um maximal 10% der Nennspannung ändert.

Repetierfrequenz

Diese Angabe bezieht sich auf die wiederholte Ladung und Entladung des Lastkondensators bei Kondensatorladegeräten. Sie hat Einfluß auf die Reproduzierbarkeit der Ladeendspannung.

Reproduzierberkeit

Es wird angegeben, mit welcher Genauigkeit ein eingestellter Wert zu einem späteren Zeitpunkt (unter gleichen Bedingungen) wieder eingestellt werden kann. Die Angabe bezieht sich immer auf den Nennwert des Gerätes.

Restwelligkeit

Wenn nicht anders vermerkt, wird die Spannungs-Restwelligkeit angegeben. Die Angabe bezieht sich immer auf die Nennspannung des Netzgerätes, unabhängig vom Einstellwert. Die Frequenz der Welligkeit entspricht der Frequenz der Netzgleichrichtung und deren Oberwellen. Bei getakteten Netzgeräten auch ist auch eine Komponente mit der Taktfrequenz (meist 20/40 kHz) vorhanden. Bei Kondensatorladegeräten wird die Welligkeit des Ladestroms angegeben. Die Angabe der Restwelligkeit erfolgt bei FuG-Geräten in der Regel als „Spitze-Spitze“ gemessener Wert („p-p“). Dieser berücksichtigt im Gegensatz zum „RMS- Wert“ auch kurzzeitige Spannungsspitzen im vollen Umfang.

RMS

Der energetisch äquivalente Gleichspannungwert (auch Effektivwert) zu einer Wechselspannung. Er entspricht der Quadratwurzel aus dem Integral der Quadrate (engl. Root Mean Square). Bei einer rein sinusförmigen Spannung entspricht der rms-Wert etwa 36% (1/(2xv2)) des Wertes „Spitze-Spitze“. Bei einer aus schmalen Spitzen bestehenden Pulsfolge (wie es für die Restwelligkeit eines Schaltnetzteils der Fall ist), kann der Unterschied bedeutend größer sein.

Schaltnetzteil

siehe getaktetes Netzgerät

Schnellentregung

Option bei Stromversorgungen für supraleitende Magnete zur kontrollierten Entregung von Supraleitspulen im Falle eines Quenches.

Sicherheit

Siehe CE-Zeichen

Spannungsregelung

Standard-Netzgeräte können spannungskonstant oder stromkonstant betrieben werden. Die Umschaltung erfolgt automatisch mit scharfem Übergang. Bei FuG-Geräten wird der Regelzustand mit Leuchtdioden auf der Frontplatte angezeigt.

Stabilität

Siehe unter Regelabweichung.

Strombegrenzung

Wird ein Netzgerät spannungskonstant betrieben, kann das Strompotentiometer zur Strombegrenzung genutzt werden.

Stromregelung

Standard-Netzgeräte können spannungskonstant oder stromkonstant betrieben werden. Die Umschaltung erfolgt automatisch mit scharfem Übergang. Bei FuG-Geräten wird der Regelzustand mit Leuchtdioden auf der Frontplatte angezeigt.

Temperaturbereich

Siehe Umgebungstemperatur

Temperaturkoeffizient (TK)

Neben der Angabe der Langzeitstabilität wird auch angegeben, wie stark ein Ausgangswert bei Änderung der Umgebungstemperatur, aber sonst konstanten Bedingungen abweichen kann. Die Angabe erfolgt pro Kelvin und gilt nur innerhalb des garantierten Temperaturbereichs. Der TK bezieht sich immer auf den Nennwert. Mit der Option „höhere Stabilität“ wird auch dieser Wert verbessert.

Thyristorgeregeltes Netzgerät

Netzgerät, bei dem der Energiefluss durch eine Phasenanschnittsteuerung mit Thyristoren geregelt wird. Diese Schaltung arbeitet mit der Frequenz der Netzeingangsspannung.

Triggereingang

Kondensatorladegeräte haben einen potentialgetrennten Anschluß zur Steuerung des Ladevorgangs.

Umgebungstemperatur

Alle Angaben im Katalog gelten für eine Umgebungstemperatur von 0 – 40°C. Andere Temperaturbereiche sind auf Wunsch möglich.

Umpolung

Für Hochspannungs-Netzgeräte ist als Option ein Umpolschalter erhältlich.

Unipolares Netzgerät

Geräte mit nur einer Ausgangspolarität, keine Regelung durch den Nullpunkt hindurch möglich.

Vorschriften

Beim Bau der Netzgeräte werden die jeweils gültigen Vorschriften für EMV und Sicherheit beachtet. Je nach Gerätetyp sind unterschiedliche Normen gültig, siehe bei CE-Zeichen.

Wirkungsgrad

Ein genau definierter Wirkungsgrad kann nicht angegeben werden. Dieser hängt vom jeweiligen Arbeitspunkt ab. Typische Wirkungsgrade für die Geräte bei Vollastbetrieb finden Sie in untenstehender Tabelle.

2-Quadrantenbetrieb

Das Gerät arbeitet als Stromquelle und als Stromsenke (Elektronische Last) in einem Polaritätsbereich der Ausgangsspannung.

4-Quadrantenbetrieb

Das Gerät arbeitet als Stromquelle und als Stromsenke (Elektronische Last) mit positiver oder negativer Ausgangsspannung.