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Um im Hochvakuum (bis 10-7 mbar) und Ultrahochvakuum (bis 10-12 mbar) hohe Saugleistungen zu erzielen und so das Vakuum aufrechtzuerhalten bzw. zu verbessern, werden häufig Ionengetterpumpen eingesetzt. Im Gegensatz zu mechanischen Pumpen laufen diese vollkommen geräusch- und vibrationsfrei. Da die Ionengetterpumpe erst eingeschaltet werden kann, wenn bereits ein niedriger Druck erreicht ist, benötigen sie jedoch eine Vorpumpe.
Die Ionengetterpumpe besteht in der Regel aus einer Anzahl zylinderförmiger Anoden, die auf positivem Hochspannungspotential liegen. In axialer Richtung liegt ein Magnetfeld an, so daß freie Elektronen durch die Kombination des elektrischen und des Magnetfeldes im Inneren des Anodenzylinders gefangen bleiben (Penning - Falle) und dort eine lokal begrenzte Elektronenwolke bilden. Der elektrische Minuspol wird von einer Kathode gebildet, die aus einem chemisch aktiven Material (Getter) besteht, welches mit den im Innenraum befindlichen Gasatomen eine chemische Bindung eingeht, wenn diese die Kathode berühren, und sie so festhält. Dieser Effekt sorgt bereits bei abgeschalteter Hochspannung für eine gewisse Saugleistung. Gelangt ein Gasatom in Kontakt mit der Elektronenwolke im Inneren der Anode, so wird es ionisiert, indem ein oder mehrere Elektronen aus der Atomhülle herausgeschlagen werden. Das positiv geladene Gasion wird nun duch das elektrische Feld schlagartig in Richtung der Kathode beschleunigt und trifft mit hoher Energie auf deren Oberfläche während die Elektronen in der Elektronenwolke verbleiben.
Das führt dazu, daß immer neues reaktives Material ans den tieferen Schichten der Kathode an die Oberfläche befördert wird, während das verbrauchte, chemisch nicht mehr aktive Material im Inneren der Kathode "vergraben" wird. Zusätzlich werden auf diese Weise auch chemisch nicht aktive Atome z. B. von Edelgasen, in die tieferen Schichten der Kathode implantiert und so dem zu pumpenden Gas entzogen. Da die zu pumpenden Gasteilchen im Kathodenmaterial verbleiben, hat eine Ionengetterpumpe keinen Auslassstutzen. Die Lebensdauer der Pumpe hängt vom vorhandenen Kathodenmaterial ab und ist um so höher, je niedriger der druck ist, bei dem die Pumpe betrieben wird.

An die Hochspannungsversorgung für eine Ionengetterpumpe werden verschiedene Anforderungen gestellt. Oft ist es notwendig, den zwischen Anode und Kathode fließenden Strom sehr genau zu messen, da dieser etwas über die Güte des erreichten Vakuums in der Pumpe aussagt. Wenn für wissenschaftliche Zwecke an den Vakkumapparaturen empfindliche Messungen durchgeführt werden, sind besonders rausch- und störarme Hochspannungsquellen erforderlich. Eine genaue Spannungsregelung ist meist nicht nötig, im Gegenteil ist es vorteilhaft, wenn bei Erhöhung des Stromes (Verschlechterung des Vakuums) die Spannung absinkt um die Pumpe zu schützen.

Prinzip:

Beispiel:

HND 50M - 5000 Doppel- Hochspannungsversorgung für Ionengettterpumpe

 

 

 

 

0 - 5kV, 0 - 10mA

 
Aufzählung vier umschaltbare Strommessbereiche 10µA - 10mA
mit analoger Präzisionsanzeige
 
Aufzählung einstellbarer Spannungsschwellwert mit Meldekontakt
 
Aufzählung zwei einstellbare Stromschwellwerte mit Meldekontakt
 
Aufzählung ungeregelte Ausführung, extrem geringe Störabstrahlung
 

 

 

 

 

 

 

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 22.10.12 08:28

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Stand: 18. September 2012
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