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Die Elektrophorese ist eine in der Chemie, Biologie oder Medizin
verbreitete Methode der Materialanalyse, die sich speziell eignet, um Proteine,
Aminosäuren oder Nukleinsäuren (Erbmaterial: DNS, RNS) zu untersuchen. Dabei
werden die zu untersuchenden Stoffe elektrisch aufgeladen bzw. in Ionen
(geladene Moleküle) aufgespaltet und dann, in ein Trägermaterial eingebettet,
einem elektrischen Feld ausgesetzt. Durch die elektrostatische Kraft bewegen
sich die Teilchen mit einer definierten Geschwindigkeit, die von der Feldstärke,
den Eigenschaften des Trägermaterials (Viskosität, Porendurchmesser), dem
Teilchenradius und der Ionenladung abhängt. Dadurch ergibt sich bei fester
Feldstärke und Trägermaterial für jedes Molekül eine charakteristische
Wanderungsgeschwindigkeit.
Wird das Feld nun eine bestimmte Zeit angelegt und dann abgeschaltet, ergibt
sich ein charakteristisches Muster, welches es erlaubt, auch komplizierte
Moleküle voneinander zu unterscheiden.
Neben der Gelelektrophorese, bei der ein Gel als Trägermaterial dient wird
häufig die Kapillarelektrophorese angewandt, bei der ein Elektrolyt in einer
Kapillare als Trägermaterial dient. Wegen des geringen Volumens eignet sich das
Verfahren besonders für die Analyse kleinster Stoffmengen.
Dieser Bereich wird noch weiter ausgebaut.

03.12.07 14:48 |